Back to the roots – zurück zu den Wurzeln!

Back to the roots - Papa & ich

Back to the roots – Papa & ich

Ich bin zurück! Ich bin wieder zu Hause! Also im Geiste war ich eigentlich nie richtig weg. Ich war immer da. Ich wusste immer, wo und was meine Wurzeln sind. Ich wusste immer, was ich liebe zu tun.

War doch ganz einfach – eigentlich ;-).

Also mal im Ernst jetzt. „Back to the roots – zurück zu den Wurzeln!“, stand und fiel (und steht und fällt) mit nichts Wenigerem als meinem Selbstbild.

Ich war selten selbstbewusst und habe zu viel (an mir) gezweifelt.

„Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig!“

aus dem 2. Korinther 12 Vers 9 war nicht gerade der Leitbibelspruch für mein bisheriges Leben gewesen. Dabei hätte ich es doch merken müssen, das diese Zusage Gottes auch in Bezug auf meine Schwachheit zutrifft. Schließlich stand ich bis heute immer wieder auf. Egal ob das Leben mir einen Herzfehler, eine lebensgefährliche Geburt, Panikattaken oder auch Todesfälle von so sehr geliebten Menschen zumutete. Ich bin immer wieder aufgestanden und habe weiter gemacht. Warum empfand ich es so anders, so wenig „mächtig“? Das Leben, welches ich bis heute lebte, habe ich niemals unvoreingenommen betrachtet. Geschweige denn, das ich es mal ansatzweise aus Gottes Perspektive angeguckt hätte. Ich habe mir durch Aussagen anderer Menschen eine Meinung über mich selbst gebildet.

Andere Menschen prägen dich. Schon in frühster Kindheit begegnen sie dir auf diese oder jenen Weise. Und du reagiert darauf auf bestimmte Weise. Es bilden sich Verhaltensmuster, Verhaltensmuster die dir meist unbewusst am günstigsten erscheinen, um mit den Anforderungen anderer Menschen an dich klar zu kommen. Ich beschäftige mich derzeit viel mit einigen Fazetten der Seelsorge. Wie wirst du der, der du bist? Was vermittelt dir die Umwelt, besonders die Personen mit denen zu zusammen lebst? Bekommst du oft bedingungslose Wertschätzung, oder ist sie an Bedingungen geknüpft? Bekommst du überhaupt Wertschätzung?  In der Regel haben Menschen Erwartungen an dich. Erfüllst du sie alle brav? Was ist wenn du aus der Reihe tanzt? Wie viele Bedingungen anderer formen dein Leben?

Dem gegenüber steht Gott. „Mein Gott !“, rufe ich und meine es auch so. Wie lange habe ich  gebraucht seine bedingungslose Liebe zu mir zu erkennen und vor allen Dingen anzunehmen? Erkannt habe ich es nach ca 40 Lebensjahren. Es erschickt mich aber, das ich erkennen muss, das ich sie erst kürzlich in meinem Herzen spürte.

Ich glaube, nein,  ich weiß, das ist der Moment indem ich aus meinem Lebensmuster, meinem Script, aussteigen möchte. Dinge aus der Vergangenheit habe ich besehen und vieles davon verstanden. Das, was sich falsch anfühlte oder auch aus meiner Sicht nie genug war, war oftmals richtig und auch genug. Es war nur meine verstellte Sicht. Es galt und gilt Frieden zu schließen. Frieden mit den Dingen zu schließen, wo ich mir bis heute wünsche, ich hätte sie damals anders entscheiden sollen. Dazu gehört in erster Linie, das ich mich nicht traute meinen damaligen Berufswunsch in die Tat umzusetzen. Dazu gehören aber auch die Jahre danach, wo ich erst unbewusst später bewusst nach diesem liebenden Gott suchte. Und ganz besonders muss(te) ich damit Frieden schließen, das ich in den Jahren zwischen 30 und 40 immer wieder dachte, das ich nicht ausreichen würde. Wie gesagt, da habe ich mich gründlich von anderen Menschen verrückt machen lassen.

Und jetzt? Wie genau sieht das denn aus, wenn ich aus meinem alten Lebensmuster aussteige? Ich mache mir über viiiiiel weniger Alltagsdinge „einen Kopf“, ich steh‘ nicht wie sonst nur unverhältnismäßig stark zu meinen Schwächen, sondern auch zu meinen Gaben und Fähigkeiten, die Gott mir geschenkt hat. Ich trau mir mehr zu! So betete ich letzte Woche ungeplant in unserer Jugendgruppe und fand mich am Sonntag im Gottesdienst vorne am Mikrophon wieder. Nach einer Schrecksekunde ermutigte ich die Gottesdienstbesucher dazu, das was Gott an Fähigkeiten in sie  hinein gelegt hat zu entdecken und einzusetzen. O.K., das Deo hatte währenddessen seinen Dienst versagt, aber das war mir egal. Für mich zählte nur das ich mir etwas für mich ungewöhnliches zutraute 🙂 .

Abschließend sei gesagt, das ich mir Ziele gesetzt habe. Ich möchte mich in verschiedenen sozialen Bereichen autodidaktisch und mittels Schulungen weiter bilden. Ich möchte damit unter anderem auch zurück zu dem, was ich vor vielen Jahren privat, ehrenamtlich und als Minijobberin alles machte. Deswegen auch „Back to the roots!“ Dazu aber ein anderes Mal mehr….

Ja und jetzt frage ich DICH: Wie wirst du der, der du bist? Was vermittelt dir die Umwelt, besonders die Personen mit denen zu zusammen lebst? Bekommst du oft bedingungslose Wertschätzung, oder ist sie an Bedingungen geknüpft? Bekommst du überhaupt Wertschätzung?  In der Regel haben Menschen Erwartungen an dich. Erfüllst du sie alle brav? Was ist wenn du aus der Reihe tanzt? Wie viele Bedingungen anderer formen dein Leben?

Es lohnt sich, darüber einmal nachzudenken.

Alles Liebe und Gottes fetten Segen für Euch

eure Sandra

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3 thoughts on “Back to the roots – zurück zu den Wurzeln!

  1. Sehr schöner Artikel. Und genial finde ich, dass es auch genau mein Thema ist. Denn ich bin auch ausgestiegen. Bzw bin dabei. Denn alles schafft man ja nicht auf einmal. Ich lese gerade das Buch „Heilsame Beziehungen – Wenn christlicher Glaube und Schematherapie sich gegenseitig ergänzen“ von Luca Hersberger. Dieses Buch hat mir unglaublich viel geholfen und ich konnte einige Muster an mir erkennen. Liebe Grüße und gutes Gelingen bei deinen Vorhaben. Claudia

    • Danke, schön! Ich interessiere mich derzeit besonders für die Transaktionsanalyse und auch andere Schwerpunkte in der Seelsorge. Na ja und „Back to the roots“, das kann man ja anhand der Bilder und meiner Lebensgeschichte sehen worum es sich da handeln könnte. Wenn du magst dann schreib mir gerne, wenn du mir noch mehr erzählen möchtest. Lieben Gruß Sandra

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