Küchenkunde, Teil 6 – Köstliche Rezepte von „Delicilously Ella“

Deliciously Ella

Leckere Rezepte von Ella

Delicioulsly Ella

Noch mehr leckere Rezepte von Ella

Ich schreibe die Buchbesprechnung aus freien Stücken (ohne Produktsponsoring oder dergl.).

Jetzt habe ich sie gefunden! DIE Kochbücher – mit den Rezepten schlechthin.

Ich bin jetzt schon nach 2 Tagen restlos begeistert. Ella ist eine junge Frau, die ihre Ernährung aufgrund einer Krankheit, die ihr gesamtes vegetatives Nervensystem lahm legte, umstellte. Seid Januar 2012 sagte sie dieser Krankheit den Kampf an! Ihre Waffen: Obst und Gemüse. Sie wurde über Nacht pflanzliche Veganerin und tauchte hinein in die Geheimnisse von Buchweizen und Superfoods. Fortan wurde ihre Küche zum Experimentierfeld für leckere, glutenfreie, rein pflanzliche und industriezuckerfreie Rezepte.

Ja ja so ein Klappentext oder Vorwort kann uns ja viel erzählen. Vegan wollte ich eh nicht werden. Aber was ist es dann, weshalb ich so gerne in diesen Büchern blättere und von den ausprobierten Salaten und Keksen jetzt schon so begeistert bin?

Es geht so eine Leichtigkeit von Ella und ihren Rezepten aus. Sie möchte keinen zum Veganer bekehren! Weder langweilt sie mich über 100 Einführungsseiten über Ersatzprodukte für die „böse“ Milch und die noch böseren Eier, noch versucht sie mir mittels Tierfotos von verstümmelten Tieren aus der Massentierhaltung ein schlechtes Gewissen einzureden. So sagt sie:

„Natürlich muss sich niemand ständig so ernähren. Ihr könnt ganz nach Lust und Laune eure Süßkartoffeln mit Käse essen, eine Scheibe Lachs zum Quiona reichen, einen Löffel Joghurt in euren Smoothie geben, oder einen Schuss Milch in euren Tee – kein Problem. Wenn ihr pflanzliches Essen einfach nur lieb gewinnt, bin schon total glücklich!“

Kennt ihr das auch? Wenn ihr als Kind etwas verboten bekamt oder euch etwas schlecht geredet wurdet, dann wolltet ihr es umso mehr!? Ich habe mich schon unheimlich mit dem Thema „Vegan“ auseinander gesetzt. Ich weiß um die Massentierhaltung und die armen Kälbchen, deren Mutter-Milch in meinem geliebten Cappuccino landet. Und ich habe mir ein schlechtes Gewissen gemacht. Was hat es genützt? Nichts!

Ich glaube meine Lebensweise nennt sich Flexitarier! Ich esse keine Wurst mehr, sehr sehr selten Fleisch und ebenso selten Fisch. Milchprodukte konsumiere ich in Maßen. An den meisten Tagen im Monat bin ich als Vegetarier unterwegs. Und das dann aus Überzeugung, weil es mit gut tut.

Was mich am Veganismus stört ist neben der Tatsache, das ich mir meinen Cappuccino mit Pflanzenmilch wirklich nicht vorstellen kann, der Umstand des Supplementierens. Das betrifft auf jeden Fall das Vitamin B12, welches in tierischen Produkten vorkommt. Das muss ich dann künstlich zuführen und damit kann ich mich nicht recht anfreunden. Ich denke schon, das wir von Gott ursprünglich als „Pflanzenfresser“ erschaffen wurden. So sagte er zu den Menschen, das sie die Früchte im Garten Eden (ja bis auf die einen halt) essen dürfen und nicht das grunzende Tier, welches im Schweinsgalopp durchs Paradies saust.

„Und Gott sprach: Siehe, ich habe euch alles samentragende Kraut gegeben, das auf der Fläche der ganzen Erde ist, und jedem Baum, an dem samentragende Baumfrucht ist: es soll euch zur Nahrung dienen!“ (1 Mose 1, 29)

Um die Tiere sollen wir uns kümmern.  Geändert hat sich das Blatt nach dem Sündenfall. Von da an durften wir auch Tiere essen:

„Alles, was sich regt, was da lebt, soll euch zur Speise sein.“ (1 Mose 9, 3 )

Ich kann mich allerdings nicht daran erinnern, das Gott uns auftrug die Tiere in kleinen Käfigen zu halten, die so eng sind, das sich die Tiere gegenseitig verstümmeln bis sie dann „endlich“ als Wurst auf unseren Tellern landen.  Ich glaube, wenn jeder von uns „BEWUSSTER ESSEN“ würde und wir Fleisch und Fisch wieder als etwas Besonderes schätzen lernen würden (bei meiner Oma gab es noch den berühmten Sonntagsbraten und sonst nichts fleischiges in der Woche), dann würden weniger Tiere verwurstet werden. Und die wenigeren Tiere könnten dann auch artgerechter leben.

Diese Kochbücher unterstützen mich bei diesem Weg noch bewusster zu essen. Nun muss ich fairerweise sagen, das es für mich keine so große Umstellung ist danach zu kochen, denn von ihren Grundzutaten besitze ich durch meine jetzige Ernährung schon fast alles. Menschen, die noch herkömmlich kochen und deren Speisekammer vom Industriezucker und vom Weißmehl beherrscht werden, müssen vielleicht am Anfang etwas tiefer in die Tasche greifen um sich diesen Lebensmittel-Grundstock anzuschaffen. Außerdem müssen sie die Einführungsseiten aufmerksamer lesen, um in die Geheimnisse von Buchweizen und Hanfsamen einzutauchen. Diese Phase habe ich schon hinter mir.

Gestern zog ich los, stockte meine Vorräte auf und ergänzte sie noch um einige Zutaten.

Einkaufen

Einkaufen für die Rezepte

Und dann legte ich los. Ich zauberte  den Kakao-Haselnuss-Aufstrich (allerdings mit fertigem Mus da ich noch keinen Hochleistungsmixer besitze),

Kakao-Haselnuss-Aufstrich

Kakao-Haselnuss-Aufstrich

habe Haferflockenkekse gebacken

Haferflockenkeks-Rezept

eins der leckeren Haferflockenkeks-Rezepte

Apfelmus eingekocht

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und schnibbelte leckere Salätchen.

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Die Familie und ich waren begeistert. Und ich merkte gar nicht, das ich die ganze Zeit vegan gekocht und gebacken habe.  Bis auf die Milch im Cappuccino und im selbstgemixten Müsli war ich vegan unterwegs gewesen.

Wie war das? Ich soll das pflanzliche Essen lieben lernen? Das tue ich! Und nebenbei wird bei dieser Ernährungsweise das tierische Eiweiß auf eine Menge reduziert, die vielleicht eines Tages wieder mehr glückliche Kühe auf der Weide und suhlende Schweine im Schlamm zulassen würde.

Darüber muss ich mal nachdenken! Und bis dahin stöbere durch noch mehr Rezepte und koche ich deliciously weiter!

Eure Sandra

 

 

 

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4 thoughts on “Küchenkunde, Teil 6 – Köstliche Rezepte von „Delicilously Ella“

  1. hallo liebe sandra:) danke für deinen kommentar auf unserer facebookseite – lebenslichtpfade:) hat mich sehr gefreut.
    ich finde diesen artikel super. und das bewusstsein besitzt du bereits und du wirst deinen weg gehen – egal ob mit einem schlückchen kuhmilch im cappuccino oder irgendwann mal ein wenig pflanzenmilch..das entscheidest du selbst.
    danke für deine offenheit und deine art und weise zu schreiben.
    hat mir sehr gut gefallen:)
    alles liebe lisa
    lebenslichtpfade.wordpress.com..
    vielleicht magst du auch mal eines meiner rezepte nachmachen:)

  2. Huhu…

    Interessanter Bericht.
    Mit Vegan habe ich mich auch schon mal versucht, aber leider ist das keine Lebensweise für mich. Dann schau ich lieber, dass das Fleisch aus der Umgebung kommt. Aber so ganz ohne,…. ne das kann ich dann nicht.

    Apfelmus habe ich noch nie selber gemacht. Aber sollte ich auch mal probieren 😉
    Mein Kind isst das total gerne.

    Alles liebe

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