Meine Weihnachtsdeko und so ein paar Gedanken im Kopf

Collage meiner Weihnachtsdeko

Collage meiner Weihnachtsdeko

Dieses Jahr bin ich spät dran mit der Weihnachtsdeko. Normalerweise stehe ich schon Tage vor dem ersten Advent mit Weihnachtsgirlanden und Dekoelchen in den Startlöchern. Ich mache meine geliebte Weihnachtsmusik an und verteile zu den Klängen von „Driving home for christmas“ meine Weihnachtsdeko im Haus. Auch werden schon im November vieeeeele (viel zu viele) Kekse gebacken. Geschenke sind meistens auch schon alle im Haus – zu mindestens weiß ich wer was bekommt.  Meine Kids bekommen selbstverständlich eine selbst gemachten Adventskalender und erfreuen sich an süßen Kleinigkeiten und noch süßerem Naschwerk. Jeden Sonntag freue ich mich auf den Gottesdienst. Ich kaufe meistens ein Geschenk für eins der Kinder aus dem Kindergottesdienst, was dann nach der Kinderweihnachtsfeier ebenso feierlich übergeben wird.

Dieses Jahr hinke ich mit meiner Weihnachtsdeko hinterher.

Meine selbst gefrästen Elche - meine Weihnachtsdeko!

Meine selbst gefrästen Elche – meine Weihnachtsdeko!

Selbige hat meine Familie im Haus verteilt, an Keksen habe ich bisher nur meine Hafer-Nuss-Kekse gebacken (und die sind schon vernascht). Ich habe erst gestern die Geschenke bestellt (normalerweise bummel ich lieber durch die Läden). Adventskalender wurden dieses Jahr einfach gekauft.

In den Gottesdienst „schaffe“ ich es leider nicht. Ich bin ohnehin ein sehr unsicherer Mensch und diese Lebensphase, in der ich gerade stecke, macht mich noch unsicherer.

Ich weiß nicht, was mich im Gottesdienst erwartet.

"A king is born" - selbst gefräste Weihnachtsdeko

„A king is born“ – selbst gefräste Weihnachtsdeko

Die wenigen Male, in denen es in den letzten Wochen gesundheitlich möglich war zu gehen, traf ich Jesus einfach nicht. Die Predigt war einfach ein netter Vortrag, die Anbetungslieder waren Lieder, das kollektive Beten erschien mir wie ein kollektives Selbstgespräch.

Die Frage „Wie geht es dir?“ kann ich nicht in einem Satz beantworten.

Und außerdem weiß ich noch nicht einmal ob die Frage überhaupt eine Frage war. Viele halten es heutzutage mit dem „Wie geht’s?“ wie mit dem englischen „How are you?“Darauf erwartet der Fragende dann ein „Fine, thanks!“

Meine Unsicherheit sieht mir (leider) kaum keiner an. Nicht nur, weil ich nicht mehr viel unter die Menschen gehe, eher weil ich in diesem Momenten, wenn ich Menschen treffe, einfach alles falsch mache, was ich falsch machen kann.

Ich überspiele vieles durch REDEN.

Wenn ich versuche klar zu machen, was ich empfinde oder meine, scheint es nicht verstanden zu werden. Es mündet immer wieder darin, das ich am Ende des Gesprächs mit einem noch unwohleren Gefühl als vorher dastehe.  Das was ich mir wünsche ist eine „Idealwelt“  heißt es, und ich soll mich dringend davon verabschieden. Ich weiß nicht, aber ich stelle fest, das sich Christen immer weniger mit Jesus „messen wollen“.

„Kann ich wieso (also sowieso) nicht!“, war ein Satz, denn ich als kleines Kind immer mutlos sprach.

Ich traute mir immer schon wenig zu. Und vielleicht denken wir Christen das auch? „Kann ich wieso nicht, so wie Jesus sein!“ Also brauchen wir es erst gar nicht versuchen? Ich weiß es nicht. Und wenn ich das Gefühl habe, das man mir überhaupt gar nicht erst zuhören will, mir fast in jedem Satz dementierend reingrätscht, dann fühle ich mich am Ende nur mundtot geredet. Nicht gehört zu werden fühlt sich schlimm an.

Vielleicht sind einige meine Gefühle ja falsch, aber sie mir deswegen harsch abzusprechen, ist ebenso falsch.

Nun, das sind keine erbaulichen Weihnachtsgedanken, aber wenn ich mich selbst zwinge so zu sein, wie es sich andere wünschen, und vor allen Dinge ich mir selbst auch so sehr wünsche, dann wird es erst recht nichts. Dann stolpere ich noch mehr durch die Gegend.

In diesem Sinne stolpere ich jetzt mit einem Sohn ins Gartencenter, den Weihnachtsbaum holen. Und ihr könnt euch ja inzwischen an meiner Weihnachtsdeko erfreuen ;-). Denn die wollte ich euch ja eigentlich zeigen ;-).

♥-lichst Sandra

Weihnachtsdeko für die Treppe

Weihnachtsdeko für die Treppe

 

 

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4 thoughts on “Meine Weihnachtsdeko und so ein paar Gedanken im Kopf

  1. Hallo, die Frage „Wie geht es dir?“ erfahre ich im Alltag genauso wie du. Die meisten Menschen, die diese Frage stellen erwartet ein „Alles super!“ Die meisten wollen sich doch gar keine Gedanken machen müssen. Alles super ist perfekt um in der eigenen Komfortzone bleiben zu können. Ich habe es sogar erlebt, dass ich mit „nein“ geantwortet habe auf die Frage „geht es dir gut?“ Als Antwort kann: „Ach das ist aber schön !“

    Ich finde das sehr schade ! Schreibst du mir?

  2. Ich mag deine Weihnachtsdeko, aber viel mehr deine ehrlichen Worte. Ich wüsste nur zu gerne, was im Moment mir dir los ist und warum es dir nicht gut geht und du an allem zweifelst. Du weißt wir haben einige Paralellen und ich mache mir Sorgen um Dich.
    Bin in Gedanken bei Dir.
    Freya

  3. Huhu…

    Süße Deko. Bei uns sieht es immer noch recht kalt aus hier ^^. Also kaum Weihnachtliche Dekoration. Und da wir dieses Jahr auch auswärts Weihnachten feiern, wird das wohl auch so bleiben.
    Deinen Text finde ich schön geschrieben und zu deinem „Wie geht es dir“, ich kenne das Gefühl und ich selber mag die Frage einfach so gar nicht. Den diese kann man eigentlich nie in einem Satz beantworten.

    Alles liebe

  4. Huhu,
    ich mag deine Weihnachtsdeko sehr! 🙂
    Die Frage „Wie geht es dir“ verkommt leider immer mehr zu einer Floskel… Sehr schade…
    Ich hoffe deine Zweifel und Verwirrungen legen sich bald!

    Grüßchen & eine schöne Weihnachtszeit!
    Marie

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