„Lieber Gott, mach mich fromm, dass ich in den Himmel komm'“

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Du bist liebenswert!

Lieber Gott, mach mich fromm, dass ich in den Himmel komm!“

„Dieses Kindergebet, was vielleicht der eine oder andere von euch, als er noch ganz klein war, schon mal hörte, klingt zunächst einmal ganz harmlos.  Ich denke es ist aber gar nicht so ganz harmlos.“

„Wenn ich also nicht fromm bin, komme ich nicht in den Himmel? 

Wie werde ich denn fromm?

Was muss ich denn tun um fromm zu werden?

Welche Leistung muss ich erbringen, wie brav muss ich denn sein?

Jetzt denkst du vielleicht an die letzte Woche: Die Matheklausur in den Sand gesetzt! Suuuuper Leistung! Den Lehrer, der dich anschließend auf dem Schulflur ansprach, hast du abblitzen lassen. Aber du hast so gar keinen Bock auf diesem blöden Schulfest Waffeln zu backen.  Und zur Krönung hast du dann auch noch abends deiner Mutter die Tür vor der Nase zugeknallt – aber die nervte auch mit dem ewigen „Räum‘ endlich mal dein Zimmer auf!“. Mist“, denkst du , „ich war weder fromm noch brav geschweige denn das ich eine gute Leistung erbrachte.“

Geht es Jesus denn echt darum?

Hängt es wirklich davon ab, ob du in den Himmel kommst?

Du musst, du sollst, du darfst nicht! Gott wird gesehen als der, der ständig aufpasst, ob du auch wirklich brav bist. Das schlechte Gewissen ist doch so vorprogrammiert, denn welcher Mensch ist denn schon vollkommen?

Wie komme ich denn jetzt „in den Himmel“?“, rätselst du.

Und was genau heißt das eigentlich „in den Himmel kommen“?“

Im Römerbrief hat Paulus eine ganz andere Glaubenserfahrung gemacht, als es dieses Kindergebet rüber bringt: In Römer 5, 6 steht:

Schon damals, als wir noch hilflos der Sünde ausgeliefert waren, ist Christus für uns gottlose Menschen gestorben.(HfA)

Und auch Römer 5, 10 bekräftigt das:

Als wir noch seine Feinde waren, hat Gott uns durch den Tod seines Sohnes mit sich selbst versöhnt. (HfA)

Gott ist also nicht erst gnädig und versöhnt, wenn wir brav sind, sondern sein Sohn Jesus ist schon für uns gestorben, als wir vielleicht noch gar nichts von diesen Gott wussten, geschweige denn eine Beziehung zu ihm hatten. Ja, uns was bedeutet das denn jetzt für dich persönlich?

Ich weiß noch, wie wahnsinnig eindrücklich mir damals, als ich 29 Jahre war, Jesus Tat am Kreuz klar wurde und ins Herz ging: Damals schrieb ich in mein Tagebuch:

Gott liebt mich. Er hat mich geschaffen und will, dass ich eine persönliche Beziehung zu ihm habe. Das war schon immer sein Wunsch. Er hat uns Menschen mit einem freien Willen geschaffen und wir sollten uns immer schon freiwillig für ihn entscheiden. Die ersten Menschen machten jedoch ihr eigenes Ding. Und dadurch war da jetzt etwas zwischen uns und dem heiligen Gott. Das was in der Bibel mit dem Wort Sünde bezeichnet wird. Damit aus Gott und mir überhaupt eine persönliche Beziehung entstehen kann, machte Gott den ersten Schritt. Sein Sohn starb am Kreuz und nahm „unser eigenes Ding“, unsere Sünde, auf sich.

Und nun? Was soll ich jetzt machen?“ fragst du

Entscheide dich! Möchtest Gottes Geschenk an dich haben? Dann nimm es an. Gott drängt sich dir nicht einfach auf. Er möchte eine willentliche Entscheidung von dir haben, und keine Marionette. Er freut sich, wenn du ihn im Gebet einlädst in dein Leben zu kommen.

Und dann bin ich fromm, damit ich in den Himmel komm?“, fragst du.

Da lass da doch mal den lieben Johannes zu Wort kommen, der die Antwort treffender nicht formulieren konnte:

„Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, das er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihm glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.“ (Johannes 3,16)

Abschließend möchte ich noch ein paar Sätze zu den Gedanken an „Leistungen“ und „brav sein“ verlieren, wo dieses Kindergebet Verwirrung stiften kann. Bei Gott ist die Reihenfolge quasi umgekehrt. Nicht: Ich bin gut und fromm, und aus diesem Grund liebt mich Gott, sondern, Gott liebt mich, um deswegen möchte ich so leben, wie Jesus es gut findet. Wenn du dich für ein Leben mit Jesus entschieden hast, ist der Glaube kein Gefängnis, das dich überfordert möchte und dir permanent ein schlechtes Gewissen machen will. Gott möchte mit dir eine Beziehung leben, die dich im Leben trägt, bereichert und ermutigt. Und aus eigener Erfahrung weiß ich das es wirklich Spaß macht, immer wieder neu heraus zu finden was Jesus sich im Leben für mich wünscht.

Eigentlich müsste das alte Kindergebet so in etwa lauten.

Jesus du liebst mich, und ich liebe dich, da ist ein Platz im Himmel für mich! 

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