Küchenschürzengedanken!

Sie steht vor Tage auf und gibt Speise ihrem Hause… (Sprüche 31,15..)

Küchenschürzen-Gedanken

Küchenschürzen-Gedanken

Ich stehe der Küche und schäle Kartoffeln. Meine Gedanken wandern. Ich schäle Kartoffeln – so wie meine Mutter damals.

Ich habe eine Küchenschürze umgebunden, so wie meine Mutter damals.

Na ja gut, sie trug eigentlich immer halbe Schürzen. Ganz früher hatte sie immer Kittelschürzen an. Morgens zog sie sich einen Pulli und einen Rock an, darüber kam der Kittel. So war Frau alltagstauglich angezogen. Ich habe eine modere Schürze an. Beim Schälen schaue ich gelegentlich aus dem Fenster. Berufstätige Halbtagsmütter sausen vorbei. Ob sie wohl vorgekocht haben? In der Vergangenheit habe ich auch den einen oder anderen Minijob gehabt. Organisationstalent, ein familiäres und soziales Netzwerk sowie eine stabile Gesundheit sind unumgänglich dafür. Ich habe Organisationstalent, ein eher übersichtliches familiäres und soziales Netzwerk und eine instabile Gesundheit.

Wann immer ich über die „Konsequenzen meiner Lebenssituation“ nachdenke, habe ich das Gefühl, nichts was ich „vor der Haustür“ anfing, „fertig“ bekommen zu haben. Das nagt an mir. Nicht zuletzt, weil die Gesellschaft uns immer wieder vermittelt ewige Stärke zu haben zu müssen.

Kürzlich fragte ich meine beiden großen Kinder, wie sie ihre Kindheit empfanden. Beiden erinnern sich an schöne Tage, wo sie am Küchentisch saßen; und während ich zum Beispiel kochte, kneteten oder bastelten sie. „Der Kleber hält nicht“! Eben den Sparschäler aus der Hand gelegt, das Kind vom Kleber befreit und dabei geholfen diese bunten Papierschnipsel auf das dafür vorgesehene Kunstwerk zu kleben.

Meine Kinder sehen diese „Konsequenzen meiner Lebenssituation“ offenbar anders „Ich war und bin doch bis heut viel zu oft krank!“, gab ich während unseres Gesprächs zu bedenken. „Kann ich mich kaum erinnern!“ meinte mein 21-jähriger Sohn trocken. Dabei hatte (und hat) gerade er so viel anfassen und auch entbehren müssen.

„Du warst immer für uns da, hast uns vorgelesen, mit uns gebastelt, uns gefördert…..“, resümierte er.

Das tut gut.  Und jetzt widme ich mich mal wieder den Kartoffeln. Ich schaue zum Küchentisch. Keiner mehr da, der vom Kleber befreit werden müsste. Wie ich das finde? Das ist ein ganz anderes Thema und würde dafür sorgen, das das heutige Mittagessen nicht mehr pünktlich auf den Tisch kommt 😉

Einen gesegneten Nachmittag euch Lieben, herzlichst Sandra

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5 thoughts on “Küchenschürzengedanken!

  1. Es ist wirklich toll das sich deine Kinder an die Kindheit erinnern.
    Ich weiß auch noch viel aber manche Dinge sind wie aus dem Gedächtnis verschwunden.

    Wünsche dir eine schöne Woche.

    LG Jasmin

  2. Das finde ich echt spannend, dass du deine Kids mal zur Kindheit befragt hast. Hoffe, dass auch mein Kind sich daran erinnern kann. Aber derzeit weiß er oftmals nicht, was es heute zum Mittag in der Kita kommt ^^.
    Schöner Blogbeitrag. Ich möchte mich gar nicht an meine Kindheit erinnern, hatte nämlich selber keine schöne.

    Alles liebe

    PS: Es wäre toll, wenn du dein Math Captcha abschalten würdest. Das Spinn nämlich immer wieder ^^. Trotz richtiger Antwort, wird dies als Falsch angesehen. Da fängt man schon an, an sich zu zweifeln *lach*

  3. Oh ja … das sind spannende Gedanken, ich bin sehr gespannt, was meine Kinder einmal sagen werden, wenn sie groß sind und ich sie nach ihren Kindheitserinnerungen befragen kann!

  4. Frohe Ostern Sandra!
    Und mach dir nicht so viele Sorgen. 😉 Gott schließt manche Türen, und andere öffnet er – er weiß schon warum und führt alles richtig.
    Gesegnete, fröhliche Feiertage!

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