Ich müsste mal wieder schreiben!

"Ich müsste mal wieder schreiben!"

„Ich müsste mal wieder schreiben!“

Ja ja, jeden Tag denke ich das jetzt.

„Ich müsste mal wieder schreiben!“

Das letzte Lebenszeichen, welches ihr von mir bekommen habt, waren meine düsteren Weihnachtsgedanken. Mittlerweile ist das Weihnachtsfest vorbei. Die Ferien sind auch bald um bei uns. Der Alltag möchte mich wieder erschrecken. Dann muss ich wieder deutlich früher aus dem Bett und die Familienangehörigen, die mir mein Leben in den Ferien deutlich erleichterten, verflüchtigen sich leider wieder in alle Himmelsrichtungen. Es muss gearbeitet, studiert und in die Schule gegangen werden. Zurück bleibt die Hausfrau, die sich mit Hingabe um Haus & Hof kümmert. Normalerweise….

Normalerweise kümmert sie sich hingebungsvoll um Haus & Hof, Kind & Kegel, Hund & Maus…. na, ihr versteht schon.

Wer meinen Blog aufmerksam liest, merkt das sich etwas verändert hat. Seid etlichen Wochen nun poste ich nur noch sporadisch. Da die Posts ja im Wesentlichen mein Leben wiedergeben, findet ihr dort immer wieder wenig Erbauliches über meine Gesundheit.

„Es geht mir nicht gut!“,

war glaube ich der Satz des Jahres 2016.

„Es geht mir nicht gut!“,

ist überhaupt immer wieder ein Fazit, welches ich in meinem Leben, aufgrund vielerlei Symptome, Krankheiten, Diagnosen, Schicksalsschläge und so weiter ziehen „musste“.

Es war bisher immer irgendwie „o.k.“ gewesen. Ich fühlte mich noch jung und bin mit Mut und Gottvertrauen weiter gegangen.

Seid ca. einem 3/4 Jahr habe ich jetzt nahezu Dauerschmerzen. Sie sind an verschiedenen Stellen am Körper, manchmal wechseln sie sich ab, oft besuchen sie mich gleichzeitig. Ich fühle mich oft nur noch als halber Mensch, lebe viel für mich alleine. Ich habe Konzentrationsprobleme, eine große Erschöpfung und kann doch nicht mehr richtig schlafen (in letzter Zeit bin ich schon einige Male 36 Stunden durchgehend wach gewesen). Das kann ich euch vielleicht so erklären, das es sich fast täglich so anfühlt als bekäme ich die Grippe, die ich dann aber eben nicht bekomme. Dazu gesellen sich noch Nahrungsmittelunverträglichkeiten, die mich vor einer großen Herausforderung in der Ernährung stellen,  sowie andere Mangelerscheinungen im Mikronährstoffbereich.

Vieler meiner Vorratsgläser muss ich jetzt anders befüllen.

Vieler meiner Vorratsgläser muss ich jetzt anders befüllen.

Meine Familie macht sich Sorgen um mich. Mein Mann recherchiert und recherchiert und wird langsam zum Fachmann (meinen Ferretin- und Vitamin D-Mangel, sowie etliche andere medizinische Zusammenhänge, fand er übrigens heraus – und wurden vom Hausarzt & Blutbildern bestätigt).

Isoliert kann man davon gar nichts betrachten. Nährstoffmangel weil Darm angegriffen, Darm angegriffen weil Nahrungmittelunverträglichkeiten und hoher  Medikamentengabe im Laufe der Jahre, Medikamentengabe weil Herzfehler, Gelenk-und Muskelschmerzen….und…und….und.

Was ist der Ursprung des Ganzen?

Ach, ich könnte noch viel schreiben, und es folgen demnächst noch viele Arzttermine.

Weil meine Lebenssituation jetzt so ist wie sie ist, fällt mir Vieles im Alltag schwer. Kochen, putzen, einkaufen….. und leider auch das „Blogschreiben“.

„Ich müsste mal wieder schreiben!“

Heute schreibe ich.

Der Blog bedeutet mir viel, auch wenn es derzeit nicht so erscheint. Ich leide darunter, das ich nicht öfter schreiben kann, weil ich so angefriffen bin. Denn an manchen Tagen ist gerade das so aufbauend für mich, wenn ich euch irgendwas aus meinem Leben berichten kann und dann etwas von euch höre.

Wie dem auch sei, es lag mir auf dem Herzen, euch mal „schnell“ zu schreiben.

Liebe Grüße von mir (dieses Bild hat mein Mann vor fast 2 Jahren in München aufgenommen)!

Liebe Grüße von mir (dieses Bild hat mein Mann vor fast 2 Jahren in München aufgenommen)!

Ich wünsche euch für 2017 nur das Beste und freue mich über „Post“ von Euch.

Alles Liebe,

Sandra

 

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8 thoughts on “Ich müsste mal wieder schreiben!

  1. Huhu…

    Oh je…
    Das Klingt aber nicht so toll!
    Und es klingt, als bräuchtest du Urlaub. Und mehr zeit für dich.
    Wünsche dir daher alles gute. Wird schon wieder.

    Alles liebe

  2. Hallo, ich bin heute das erste Mal hier gelandet.
    Dass, was du über deine momentane Situation schreibst, kenne ich auch. Mir geht es nicht viel besser. Nur mit dem Unterschied, dass ich schon fast 60 Jahre bin. Wenn es nach der Bibel geht (da steht etwas, dass der Mensch 70-80 Jahre wird), habe ich die größte Strecke schon hinter mir.
    Mir hat geholfen, mich so anzunehmen wie ich bin, mit all den vielen Baustellen und mein Leben in meinen eigenen Grenzen zu gestalten. Nicht auf die anderen schauen, was die alles können und leisten. Dann verzweifelt man.
    Und ich wünsche dir für dieses Jahr 2017 auch, dass es ganz viele „mir geht es gut“-Posts gibt.
    Liebe Grüße Weena

    • Danke schön liebe Weena! Ich würde gerne wissen was ich habe, damit man ggf. dahin gegen therapieren könnte. So ist es sehr mutlos. Heute liege ich nur im Bett. Ich habe ganz schlimme Unterbauchschmerzen mit Übelkeit und Erbrechen bekommen. Das hatte ich jetzt auch schon öfter, mir wurde in den Jahren ein Blinddarmdurchbruch, eine Gebährmutterentzündung und und und angedichtet und alles stellte sich als falsch heraus. Ich bin dann immer mit den Schmerzen nach Hause. Und so geht das jetzt schon seid Jahren. Freunde ziehen sich zurück, halten mich für bescheuert. Ich bin im Grunde ein Kämpfertyp, aber solange ich meinen „Feind“ nicht kenne, schlägt er immer und immer wieder erbarmungslos zu.

  3. Liebe Sandra,
    das klingt echt nicht gut. Ich wünsche dir für das neue Jahr wirklich ganz sehr völlige Gesundheit und Lebensfreude auf dem Weg dahin! Ich hoffe, dass die Ärzte dir helfen können und dein Glaube in dieser Zeit (hftl ist es nur eine Phase!) zunimmt.
    Liebe Grüße, Anne

    • Danke liebe Anne, aber nachdem was jetzt schon herausgefunden wurde scheint es sich um mehr als eine Phase zu handeln :-(. Ich hoffe wir finden bald heraus in welche Richtung es gehen wird, damit sich das „im Kreis drehen“ und irgendwie doch nichts außer Schmerzmittel nehmen endlich aufhört. Danke liebe Anne und auch alles Gute für dich. Gruß, Sandra

  4. Liebe Sandra,
    auch ich kämpfe seit längerem mit Dauerschmerzen. 9 Kinder und schwierige Zeiten bringen die Ärzte oft in die psychische Richtung (Burn-out, Fibromyalgie u.ä). Meiner Meinung nach aber der falsche Ansatz. Ich glaube, dass die Schmerzen an der Substanz zehren und im schlimmsten Fall auch Depressionen auslösen können. Die Kraft zu kämpfen fehlt, wird aber dringend gebraucht. Die Tagesform ist schwankend. Doch heisst es nicht: freuet euch allezeit? Ohne wenn und aber? Vielleicht möchte Jesus das wir ihm bedingungslos vertrauen und abgeben? Er will doch unser Bestes? Also vielleicht die Überlegung, was ich ändern kann? Gleichzeitig habe ich auch das Thema der Darmgesundheit für mich entdeckt. Das eben auch Schmerzen und Depressionen ihre Wurzel im Darm haben können. Vielleicht ist das ja auch dein Thema?
    Ich wünsche dir von Herzen Heilung, vor allem aber ein von Liebe und Frieden erfülltes Herz.
    Liebe Grüße
    Niccy

    • Liebe Niccy!
      Was hast du denn genau? Gibt es bei dir eine Diagnose? Ich habe überlegt und überlege bis heute „was ich ändern kann“. Heraus kam ein reduziertes Leben, was am Ende durch „Kochen, Putzen, Einkaufen und Hund laufen“ besticht. Das ist gar nicht das Hauptproblem, wobei ich meine Ehrenämter schon vermisse. Problematisch ist, das ich mich oft einsam fühle. Man lernt seine Freunde kennen. Glaubensmäßig stecke ich leider in einem Tief. Das habe ich mir nicht ausgesucht und ich bete jeden Tag, das es besser werden soll. Ich beschäftige mich sehr mit der Seele. Manchmal ist es aber so, das man den Weg nicht alleine schafft. Wie sagst du? Die Kraft zum Kämpfen fehlt. Ich hatte kürzlich sogar nochmal den Mut an einer wirklich passenden Stelle (mehr möchte ich nicht sagen) um Hilfe in Glaubensfragen zu bitten – leider vergebens. Ich danke dir jedenfalls für deine lieben Worte und Wünsche, herzlichst Sandra

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