Ein langer Sommer

Ein langer Sommer

Ein langer Sommer

Schreibblockade – jetzt schon den ganzen Sommer lang.

Also es ist nicht so, als hätte ich die ganze Zeit über nichts zu sagen. Habe ich schon. Es ist vielmehr so das ich nicht weiß wo ich anfangen soll.

Erlebt habe ich ein ganze Menge. Das Meiste davon spielte sich Innerlich ab. Und das was sich Äußerlich abspielte, hatte einen großen Einfluss auf mein Innenleben. Na ja und ehrlich gesagt, das was sich Innerlich abspielte beeinflusste ebenso das Äußerliche.

So waren diese Sommerferien leider von einer Schwere begleitet, die ich oft nicht verstand.

Ich habe ein wunderschönes Leben.

Allen voran meine 3 Kinder, die mir so viel Freude machen und die mir in ihrer Lebensart und auch schonmal im persönlichen Feedback zeigen, das ich meinen „Job“ Hausfrau und vor allen Dingen Mutter all die vieeeeelen Jahre jetzt „janz passabel mach(t)e.“

Ich habe den Tag über immer mehr Freiraum Neues zu gestalten. Ich erfreue mich an meiner Beziehung zu Jesus und er legt mir echt wunderbare Ideen aufs Herz.

Geschenke von Herzen

Geschenke von Herzen

Ich sehe die vielen Dinge die ich habe nicht als Selbstverständlichkeit an, vielmehr als liebevolle Geschenke vom Herrn.

Was ist das dann, was mich immer und immer wieder durchschüttelt?

Lange Zeit dachte ich, es wären meine Krankheiten, die Beschwerden über die ich hier und da auch mal auf meinem Blog schrieb. Aber jetzt wo etwas mehr Klarheit in diese Situation kommt, sehe ich das dies nicht der vorrangige Grund ist. Meine körperliche Lebenssituation ist leider nach wie vor der Unsicherheitsfaktor Nummer eins, wenn ich morgens die Augen aufmache. Es gibt Tage wo ich sagen kann: „Läuft bei dir, Sandra!“ , an anderen Tagen läuft überhaupt nichts.

„Wer suchet der findet!“ ist eine Zusage von Jesus, die ich immer wieder wörtlich nehme.

Deswegen suche und finde ich immer mehr Erkenntnisse, zum Beipsiel wieso ich so empfinde wie ich empfinde. Das mal eben zwischen Tür und Angel zu erklären ohne gelangweilte Gesichter zu ernten ist nicht leicht. Schließlich geht nicht jedem das Herz vor Begeisterung auf, wenn ich über Lebenstilanalyse, Traumata, Warum- und Wiesofragen und dergleichen schreibe.

Soviel sei gesagt: Es waren offenbar weniger die Beschwerden selbst die mir zusetzten, sondern die Konsequenzen die sich bei mir, bei uns als Familie und auch als Ehepaar daraus ergaben. „Wir haben Federn gelassen!“, sage ich vorsichtig, wenn mich jemand fragt wie es mir geht. Meine Seele, die hat besonders unter dem Dauerstress gelitten. Der Dauerstress wenn ich zum Beispiel (bis heute) nicht vernünftig schlafen kann. Der noch größere Dauerstress den ich empfinde, weil ich mich (bis vor Kurzem) auf der gesellschaftlichen Abschussliste fühlte. Vielleicht bin ich auch echt an die falschen Menschen geraten, habe mir als hochsensibler Mensch leider alles vieeeel zu sehr zu Herzen genommen.

Ich konnte diese Bälle alle nicht mehr jonglieren, einer nach dem anderen viel runter und zerplatze. Es erschien so viel leichter es auf sich beruhen zu lassen und kraftlos zusammen zu sinken.

Aber Gott wäre nicht Gott, Jesus wäre nicht Jesus und der Heilige Geist wäre nicht der Heilige Geist, wenn die Dreieinigkeit dies so auf sich beruhen lassen würde.

Und so war dieser Sommer immer wieder mit erstaunlichen Begebenheiten gespickt. Ich lernte, das Anteile meiner Vergangenheit, die ich lange Zeit abgespalten hatte, zu mir gehören. Das was mich die vielen Monate als Baby im Krankenhaus so angstbereit geprägt hat, gehört auch zu mir. Ich darf mit Gottes Hilfe mutiger werden und gleichzeitig dazu stehen, das meine Ausgangssituation nicht die Einfachste war. Das weiß ich jetzt, denn Gott hat es mir echt auf sehr sehr wundersame Weise zugesagt.

Mit meinem Mann erlebte ich den ersten Urlaub alleine. Wir verbrachten 5 Tage an der Ostsee. Es war ungewohnt, wir hatten früher nie die Möglichkeit dazu. Am Anfang ich drehte mich bei den Spaziergängen am Meer immer um, um zu sehen wo die Kinder blieben.

Ostseetage

Ostseetage

Ich könnte noch viel von diesem langen Sommer erzählen! Das Wichtigste doch ist die Tatsache das ich sehe wie wertvoll es ist, sich jeden Tag neu auf Gott einzulassen und mit ihm in Kommunikation zu bleiben. Ganz sanft merke ich, das diese „Seelenleids“ wie ich sie nenne, weniger werden oder kürzer zu Gast bleiben. Bei Gott kann ich zu ihnen stehen, und dann merke ich wie er sagt und zeigt, das seine Kraft in den Schwachen mächtig ist.

An seinen Zusagen und seiner Stärke will ich festhalten, auch wenn es an manchen Tagen anders anmutet.

Gott als Anker in meinem Leben

Gott als Anker in meinem Leben

Vor ein paar Tagen begann wieder der Alltag! In diesem Gefüge ändern sich auch bei paar Dinge bei uns. Ich selbst habe mir einige Ziele gesetzt, die ich echt von Gott aufs Herz gelegt bekomme. Dazwischen schaut mich der Hund mit treuen Augen an und fordert seine Aufmerksamkeiten. Waschmaschine, Spülmaschine und Kühlschrank wollen gefüttert werden…. das Leben wogt.

In diesem Sinne wünsche ich euch einen gesegneten Start in die nächste Woche, ein wogendes Leben – den Blick dabei auf Jesus gerichtet.

♥-lichst Sandra

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4 thoughts on “Ein langer Sommer

  1. Ach, das klingt gut! So hoffnungsvoll und ziemlich weise!
    Das find ich gut.
    Manchmal fühlt man sich seinen eigenen Gedanken und Reaktionen regelrecht ausgeliefert, aber tatsächlich ist es so, dass wir nicht alles glauben müssen, was wir denken. Wir können uns auch dagegen entscheiden und einfach etwas anderes denken.
    Gott gibt und die Kraft dazu, und die Entschlossenheit.
    Coole Sache.
    Leider falle ich allerdings auch immer wieder auf meinen eigenen Gedankenmüll herein. Wie gut, dass Gott das dann nicht einfach so stehen lässt. Wie du es beschreibst: er führt und immer wieder zu neuen und für uns wichtigen Erkenntnissen.
    Schön, das so von dir zu lesen!
    Das ermutigt!

  2. Ein sehr schöner Post! Freut mich, dass du dich und deine Gefühle, deine Schwächen besser annehmen kannst. Ich glaube dir dass das nicht leicht ist. Ich kenne das von mir. Bei mir ist das mit meinen Gefühlen auch ein Auf und ab. Da gibt es Tage, da könnt ich ganze Städte bauen und danach liege ich nur trübselig auf dem Sofa. Ich habe auch eine Weile gebraucht um das zu akzeptieren. Jeder hat einen eigenen Rhythmus. Und wenn man „Dinge“ betrauert oder verarbeitet kostet das zusätzlich Kraft. Alles liebe, Claudia

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