Kennst du deine Berufung und Gaben?

Berufung

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Ich bin vor 16 Jahren mit 29 Jahren Christ geworden. Ich weiß nicht wie es bei euch war, ich lief von da an auf rosa Wolken. Alles gelang mir, keine Schicksalsschläge oder Krankheiten suchten mich heim. Und vor allen Dingen, ich wusste sofort welche Berufung ich habe und vor allen Dingen welche Gaben Gott in mir gelegt hat. Das Leben war also fortan eine einzige Wellnessoase!

Ok, Märchenstunde beendet.

Dass ich tatsächlich einige Zeit auf sprichwörtlich rosa Wolken lief, stimmt sogar. So als Christ, ganz frisch in Jesus verliebt, läuft tatsächlich erstmal einiges leichter. Also ich denke ich habe es auch ein Stück weit leichter genommen. Aber schon kurze Zeit später wurde ich genauso wie vorher vom Leben durchgeschüttelt. Ich starb fast bei der Geburt meines dritten Kindes, ich litt unter übelsten Depressionen, mein Mann verletzte sich so schlimm am Handgelenk und anschließend an der Bandscheibe das ich sehr oft mit 3 kleineren Kinder alleine zu Hause mit den Aufgaben jonglierte und und und…

So hatte ich mir das nicht vorgestellt. Irgendwo dazwischen hatte ich nämlich ein superschönes Gabenseminar besucht. Ok, dass ich Organisieren kann, das wusste ich schon vorher, das ich das berühmte Helfersyndrom habe auch. Durch die Behinderung meines Vaters und seiner Selbsthilfegruppe konnte ich das Helfersyndrom lange Zeit (also bis zu Papas Tod als ich 23 Jahre als war und später noch in der Krankenpflege) ausleben.

Aber ganz ehrlich, wo ich mittlerweile immerzu krank war, wie sollte ich da noch anderen helfen. Und bei dem Seminar kamen noch Gastfreundschaft und Evangelisation raus. Nä! Das musste ein Fehler sein. Ich bin immer krank, da kann ich keinen einladen. Und von Gott erzählen? Bei meinem letzten Vortrag vor einer Gruppe von erwartungsschwangeren jungen Frauen verhaspelte ich mich dermaßen und wäre am liebsten einfach in Ohnmacht gefallen.

Und meine Berufung? Fragte mich früher jemand was ich machen möchte, dann sagte ich immer „anderen Menschen helfen!“ Ja, ausgerechnet ich! Und was soll das schon für eine Berufung sein. Die hat doch weder Hand noch Fuß!

Mittlerweile haben wir 2016

Die Berufung „anderen Mensch helfen“ steht immer noch! In der Zwischenzeit habe ich in der Bibel zwei andere Formulierungen dazu gefunden. In Markus 16, 15 steht:

„Und er sprach zu ihnen: Geht hin in die ganze Welt und predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung!“

Die andere Formulierung ziert meine Bibel und steht in Johannes 21, 60:

„Weide meine Schafe!“

Meine Gaben lebe ich jetzt. Organisieren, Helfen, Evangelisieren, Gastfreundschaft… sind keine leeren Worthülsen mehr. Was hat sich aber jetzt geändert?

Im ersten Schritt meine Einstellung. Nicht das ich meine Krankheiten toll finde, aber ich habe gelernt damit zu leben meine Aktionen gelegentlich drum herum zu drapieren. Ist ein bisschen wie bei Paulus mit seinem Stachel im Fleisch. Der musste auch mit irgendeinem Leiden leben und hat sich trotzdem für Gott eingesetzt. Vielleicht hat er auch das was er für Gott tun wollte wie ich an manchen Tagen um die Krankheiten herum drapiert. Dann ist das jetzt so!“ ist der Gelassenheitssatz schlechthin für mich in Situationen wo es mal wieder brennt.

Im zweiten Schritt habe ich Gott vor ein paar Jahren ganz bewusst meine Zeit gegeben. Ich habe aufgehört mir wegen meine Berufung und meiner Gaben Stress zu machen. Und von da an „durfte“ Gott was tun. Und durch Bibelworte, Menschen und etlichen anderen Situationen formten sich allmählich Gelegenheiten und Leidenschaften.

Meine Gaben lebe ich z.B.

  • durch meinen Blog, wo ich über Jesus und mich schreibe
  • durch mehr oder weniger kurze Texte im Gemeindebrief.
  • an meinen Küchentisch wo ich immer wieder mal Menschen zu Besuch habe und mit ihnen über Jesus undGott und die Welt rede
  • mit den Teens wenn ich unsere Küche unsicher mache

 

So und jetzt bist du dran? Wo stehst du?

  • Vielleicht sitzt vorm Computer und fragst dich, wann ich wieder deutsch rede. Jesus? Gaben? Berufung?
  • Oder du schwebst gerade auf der Wolke des frisch Bekehrten.
  • Vielleicht bist du aber auch in dieser mit dem Fuß wippenden Warteposition. Ja gaben habe ich, ja ja Gott dienen möchte ich auch, aber ich weiß echt nicht wie. Meine Gaben braucht eh keiner.
  • Oder: Läuft bei dir! Du kennst deine Gaben und setzt sie mit wachsender Begeisterung für Gott ein.

Ganz egal wo du stehst, ich kann rückblickend eins sagen. Das mit Jesus ist ein Weg. Irgendwann hat Jesus mal geklopft  oder wird klopfen und du hast aufgemacht/ wirst aufmachen:

Offenbarung 3, 20: Siehe, ich stehe an der Tür und klopfe an; wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, zu dem werde ich hinein gehen und mit ihm essen, und er mit mir!

Und der Lebensweg besteht meines Erachtens immer wieder neu daraus das wir bei Jesus suchen, bitten und klopfen müssen damit unser Weg gelingt.

In Matthäus 7,7 sagt Jesus: Bittet, und es wird euch gegeben; sucht, und ihr werdet finden; klopft an und es wird euch geöffnet werden!

Ich freue mich, wenn du meinen Blog teilst! Du möchtest auf dem Laufenden bleiben? Dann tobe dich auf den Buttons in meiner Sidebar aus :-)!

2 thoughts on “Kennst du deine Berufung und Gaben?

  1. Ich finde es schön, dass du den Weg in deinem Glauben gefunden hast. Es ist wichtig, dass man etwas hat, was einem Kraft gibt. Ich wünsche dir viel Glück auf deinem Weg …

    Liebe Grüße
    Christine

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