Ankerzeiten

Mein Galeriezimmer

Mein Galeriezimmer

Leise schließe ich die  Tür  „meines“ Galeriezimmers hinter mir. Ich mache den Computer an, viel zu viele Werbmails  und Spam. Nein ich brauche keine Werbekullis für meinen Blog, ne und einen Teppichreiniger auch nicht.

Blick nach draußen ins stürmische Wetter

Blick nach draußen ins stürmische Wetter

Es regnet schon wieder. In den letzten Tagen nahmen mir die Kinder den Hund ab. Neben meinen „grundsätzlichen Beschwerden“ habe ich mir jetzt auch noch einen grippalen Infekt eingefangen. Ich bin müde. Schlafe nachts kaum noch. Meine Seele tut auch weh. „Ist doch kein Wunder“,

tröstet mich mein „menschlicher Anker“-

meine liebe Freundin Naemi mit ihren liebevollen Sprachnachrichten. „Du schläfst jetzt seid vielen vielen Monaten so gut wie keine Nacht mehr annähernd vernünftig. Immer öfter bist du bis zu 36 Stunden an einem Stück wach, wie sollst du denn da nicht fertig sein!“ Kürzlich schrieb ich hier, das mir Gott ferne erschien. Das war eine schlimme Zeit,

meinen „geistlichen Anker“ nicht mehr zu spüren.

Das hat sich wieder etwas geändert und gleichzeitig kam er mit so viel „Gerümpel“ zurück. Wie bitte? Gott hat Gerümpel im Schlepptau? Nein, nicht er – ich bin müde! Ich meine das da zudem noch so viel Gerümpel kam.

Ich möchte Gott vertrauen – meinem „geistlicher Anker“! In letzter Zeit höre ich fast täglich eine Online-Predigt. Mein „menschlicher Anker“ schickt sie mir oft per Link. Ich lese in einem Glaubensbuch, welches mir vor ca 17 Jahren, als ich gerade Christ wurde, viel gab. Ich schlage Bibelstellen nach… ich lese und höre …..

Mit meinem „menschlichen Anker“ tausche ich mich aus. Unsere Worte bewegen sich viele Kilometer durchs Land – von Gummersbach bis hoch nach Hannover und wieder zurück. Hier am Ort ist es sehr ruhig geworden.

Ich habe so viel überstanden im Leben, weiß Gott – wirklich „Gott weiß es“!

Warten & nachdenken

Warten & nachdenken

Ich stelle fest, dass das „Christ sein“ auch mit der Zeit geht. Wer nimmt sich denn heutzutage noch den Freiraum so wie Jesus durch die Gegend zu laufen und die Not einzelner zu sehen?

Wie würde Jesus heute handeln,

wenn er in und durch diese hektische Zeit wandeln würde? Käme es ihm dann in erster Linie auf volle Kirchen und Gemeinden an? Würde mit seinem Handy vor der Nase durch die Gegend rennen, vorher auf Facebook und Twitter verkündigen, wenn er am See Genezareth predigt und nebenbei noch ein paar Pokemons fangen?  Würde er vor lauter Handy, Terminen (und Pokemons 😉 ) an Blinde, Gelähmte, Kranke, einsame Witwen und und und achtlos vorbei gehen? Denn schließlich muss er sich ja beeilen. Er hat ja für 15 Uhr eine Predigt auf Facebook angekündigt.

Ganz ehrlich, ich glaube das nicht.

Ich weiß auch, das Gott mich sieht, unsere kleine Familie sieht und gleichzeitig fehlen mir  in letzter Zeit wieder sehr oft Familienwurzeln. Ich würde jetzt sehr gerne meine Schwester oder meinen Bruder anrufen (wenn ich Geschwister hätte), vielleicht auch weitere Verwandschaft (wenn zu den wenigen Lebenden noch Kontakt bestünde)… Mit Sicherheit würde ich meinen Vater besuchen (wenn er nicht schon tot wäre). Papa hatte oft einen Rat für mich, hatte immer ein Ohr für mich.

Frei von der Seele schreiben

Frei von der Seele schreiben

Da schreibe ich hier immer so offen auf meinem Blog und jetzt, jetzt tue ich mich doch etwas schwer. Vielleicht weil mir mal jemand sagte, das es beeindruckender wäre, Glaubenstiefs, Schicksalsschläge und was auch immer, erst auf den Blog zu setzen, wenn es vorüber ist. Na ja, dann kann ich das ja jetzt getrost posten, denn ich möchte mit meinem Blog keinen beeindrucken. Schreiben tut mir gut – oftmals in jeder Lebenslage. Bloggen als „materieller Anker“? Wer weiß, vielleicht fühlst du dich gerade ähnlich wie ich und es tut dir gut, zu wissen, das du mit deinen Gefühlen oder deinem Befinden, oder deiner Krankheit oder was auch immer nicht alleine bist.

Deswegen ist das hier und jetzt wohl fast mehr ein „Liveticker“ geworden.

Gott segne euch, Sandra

Nachsatz: Ich lade euch ein, dieses Gedicht (http://www.irgendwasabgespielt.de/2017/02/farbenspiel-der-freundschaft-autor.html ) von Romy zu lesen. Passt gut zu meinem Thema „Anker“ und der Kostbarkeit  eines „roten  Menschens“ im eigenen Leben. Jeder Mensch braucht ein wenig Farbe im Leben!

 

Ich freue mich, wenn du meinen Blog teilst! Du möchtest auf dem Laufenden bleiben? Dann tobe dich auf den Buttons in meiner Sidebar aus :-)!

7 thoughts on “Ankerzeiten

  1. Hallo Sandra,

    offene Worte die mich berühren. Sie sind offen und ehrlich geschrieben, das spürt man. Und so einiges kann ich auch gut nachvollziehen. Leider kann ich nicht sagen ob es Gott gibt, in schweren Zeiten jedoch kann es einen helfen, wenn man in Gedanken spricht. Zumindest mir ging es so, im letzten Jahr.

    Ich kenne das Geflühl. jemand lieben Anzurufen oder hinzufahren um zu reden und das geht nicht mehr. Das fehlt mir auch immer sehr. Da kenne ich auch nichts, was einen helfen könnte. Leider.

    Fühl dich umarmt.
    Liebe Grüße
    Julia

  2. Huhu..
    Sehr schöner, sehr Emotionaler Bericht. Hab das Gefühl, als müsste ich dich umarmen und nicht so schnell wieder loslassen. Finde deine Ehrlichen Worte sehr rührend und gebe dir Kraft.

    Alles liebe

  3. Vielen Dank für die Verlinkung, ich freue mich sehr, das Dir mein Text so gut gefallen hat, und ich damit wirklich Menschen ansprechen konnte. Danke und Liebe Grüße. 🙂 Romy

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.